Fortpflanzung bei Hunden: Alle Wichtigen Infos

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Sachkundeprüfung Hund Kurztest

Testumfang: 10 Fragen
Testkategorien: Sachkunde Hund
Zeitlimit: 5 Minuten

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Wie lange ist eine Hündin tragend?

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Was sind die wichtigsten Futterbestandteile für Hunde?

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Welche Bedeutung hat die abgebildete Kopfhaltung?

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Welche Art von Erreger verursacht Tollwut?

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Wie lernt ein Hund?

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Ein großer, fremder Hund ohne Besitzer kommt auf deinen kleineren Hund zugelaufen. Was tust du?

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Wie lange ist eine Tollwutimpfbescheinigung in Deutschland gültig?

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Welche Hunde können laut §3 Landeshundegesetz NRW zu “gefährlichen Hunden” werden?

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Welche Bedeutung hat die abgebildete Körperhaltung?

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Welche Bedeutung hat die abgebildete Körperhaltung?

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Komplettpaket

Das Fortpflanzungsverhalten bei Hunden wird über unterschiedliche Hormone gesteuert. Während bei weiblichen Tieren in den Eierstöcken Östrogene und Gestagene gebildet werden, produzieren die Hoden des Rüden Androgene, vor allem Testosteron.

Eintritt der Geschlechtsreife

Die Geschlechtshormone beeinflussen bereits vor der Geburt eines Hundewelpen sowohl seine körperliche Entwicklung als auch seine späteren Verhaltensweisen. Mit Eintritt der Pubertät leiten sie die Fortpflanzungsfähigkeit des jungen Vierbeiners ein.

Abhängig von Größe und Entwicklungszustand des Hundes tritt die Geschlechtsreife in der Regel im Alter von sechs bis zwölf Monaten ein – bei kleinen Hunden eher früh, bei großwüchsigen Tieren meist später. Auch großer Stress, Krankheiten oder Fehlernährung können die Pubertät verzögern.

Als äußerlich erkennbare Anzeichen für den Eintritt der Geschlechtsreife gelten bei der Hündin die erste Läufigkeit und eine oft zunehmende „Zickigkeit“ gegenüber anderen Hündinnen, beim Rüden das gesteigerte Interesse an den Duftmarken anderer Rüden, das Beinheben beim Urinabsatz sowie beginnendes Imponiergehabe und Aggression gegen gleichgeschlechtliche Hunde.

Mit der Pubertät wird der Hund grundsätzlich zeugungsfähig, ist aber weder körperlich noch geistig auch bereits erwachsen. Man unterscheidet daher die Begriffe „Pubertät“ und „Adoleszenz“, welche den gesamten Entwicklungsprozess vom Junghund bis zum vollständig ausgewachsenen und gereiften Individuum umschreibt.

Die Phasen der Läufigkeit

Ein normaler Zyklus bei Hündinnen wird unterteilt in vier Phasen:

Proöstrus oder Vorbrunst

Ein Anstieg des Östradiol-Spiegels im Blut lässt die Eizellen reifen, die Schamlippen anschwellen und führt zu blutigem Scheidenausfluss. Diese Phase dauert durchschnittlich neun Tage.

Östrus oder Brunst

Östrogen führt zum Eisprung und zur Bildung von Gelbkörpern, die das sogenannte Schwangerschaftshormon Progesteron ausschütten. Die Schamlippen schwellen etwas ab, der Ausfluss wird wässrig und die Hündin zeigt ihre Deckbereitschaft an, indem sie sich einem Rüden mit seitlich gehaltener Rute präsentiert. Diese Phase hält im Schnitt neun Tage an.

Metöstrus oder Nachbrunst

Erfolgt während des Östrus kein Deckakt bzw. keine Befruchtung, bilden sich die sogenannten Gelbkörper an den Eierstöcken langsam zurück, der Progesteronspiegel sinkt, der vaginale Ausfluss endet und die Schamlippen schwellen ab. Diese Phase kann bis zu zwölf Wochen dauern.

Manche Hündin entwickelt in dieser Zeit eine Scheinträchtigkeit mit zahlreichen Attributen einer echten Trächtigkeit bis hin zu Gesäugebildung, Nestbau und dem Umsorgen von Ersatzobjekten.

Anöstrus oder Ruhephase

In der Phase zwischen zwei Läufigkeiten ist die Hündin weder deckbereit noch fruchtbar. Durchschnittlich dauert dieser Zustand zwischen zwei und vier Monate an.

Eine gesunde Hündin wird etwa zweimal im Jahr läufig, allerdings gibt es große individuelle Schwankungen, die nicht unbedingt eine krankhafte Ursache haben müssen. Im Zweifelsfall sollte eine Abklärung durch eine gynäkologische Untersuchung beim Tierarzt erfolgen. Rüden sind im Gegensatz dazu dauerbrünstig aufgrund ihres gleichbleibend hohen Testosteronspiegels.

Die Paarung

Trifft die Hündin während des Östrus auf einen Rüden, kommt es meist zunächst zu einem Vorspiel mit ausgiebigem Beschnüffeln, gemeinsamem Spiel und gegenseitigem Besteigen. Diese Phase kann individuell unterschiedlich lange dauern, daher sollten bei einem geplanten Deckakt beide Hunde ausreichend lange beieinander gelassen werden.

Schließlich präsentiert sich die Hündin dem Rüden, indem sie die Rute seitlich an den Körper legt und ihre Vulva etwas nach oben richtet. So kann der Penis leicht eingeführt werden, wenn der Rüde aufspringt und sich zunächst mit den Vorderbeinen an den Lenden der Hündin festklammert.

Setzt die Erektion ein, schwillt die Eichel im vorderen Bereich des Penis stark an. Gleichzeitig werden die Venenpolster der Vagina stärker durchblutet und ebenfalls größer, so dass Rüde und Hündin während der Ejakulation fest miteinander verbunden sind. Dies dient dem Schutz des Spermas.

Der Rüde steigt nun vom Rücken der Hündin ab und wendet ihr sein Hinterteil zu, während die Geschlechtsorgane noch fest miteinander verbunden sind. Durch das Absondern eines Prostatasekretes werden die Samenzellen dabei weiter in Richtung Gebärmutter gespült. Diesen Zustand, der zwischen 10 Minuten bis zu einer Stunde dauern kann, nennt man auch „Hängen“. Eine Trennung der Tiere zu diesem Zeitpunkt ist kaum möglich und würde ein erhebliches Verletzungsrisiko bergen. Daher darf ein ungewollter Deckakt niemals gewaltsam unterbrochen werden.

Die Trächtigkeit

Ist es zur Befruchtung der weiblichen Eizellen gekommen, dauert die Trächtigkeit rund 63 Tage (Abweichungen von bis zu sieben Tagen sind möglich). Nach etwa 20 bis 30 Tagen können durch vorsichtiges Abtasten die Föten im Uterus gefühlt werden.

Sicherer ist die Untersuchung per Ultraschall ab der vierten Woche nach dem Deckakt. Erste fetale Herztöne lassen sich ab dem 28. Trächtigkeitstag nachweisen. Sichtbare Veränderungen im äußeren Erscheinungsbild der Hündin dauern meist länger, etwa ab der fünften Woche nimmt ihr Bauchumfang zu und das Gesäuge vergrößert sich.

Dem wachsenden Energiebedarf der Hündin muss in dieser Zeit durch eine angepasste Fütterung Rechnung getragen werden. Spezielles Futter für trächtige und säugende Hündinnen sollte bereits zu Beginn der Trächtigkeit langsam mit dem üblichen Futter gemischt und etwa ab der vierten Woche ausschließlich gegeben werden. Je hochwertiger und besser verwertbar die im Futter verwendeten Inhaltsstoffe sind, desto weniger Menge muss die Hündin absolut fressen und desto weniger Platz benötigt der Magen im enger werdenden Bauchraum.

Die Geburt

Die bevorstehende Geburt kündigt sich einige Tage vorher durch das Absenken der Gebärmutter an. Die Hüftknochen der Hündin stehen nun merklich hervor. Unruhe, nervöses Herumlaufen, Scharren und Hecheln zeigen an, dass es bald losgeht. Wenige Stunden vor der Geburt des ersten Welpen fällt die Körpertemperatur der Hündin knapp unter 37°C und erste Wehen setzen ein.

In der Austreibungsphase werden nach und nach mit den Geburtswehen die Welpen aus der Gebärmutter durch den Geburtskanal nach draußen bewegt. Dieser Vorgang kann pro Welpe zwischen wenigen Minuten bis zu einer Stunde dauern. Durch sofortiges Belecken öffnet die Hündin die Fruchthüllen und entfernt Schleim und Flüssigkeit aus den Atemwegen jedes Welpen. Die Nabelschnur wird durchtrennt, die jedem Welpen folgende Nachgeburt sofort gefressen, und bereits nach wenigen Minuten suchen die Neugeborenen den Weg zu einer Milchzitze.

Zwischen den einzelnen Geburten kann es zu Ruhepausen von etwa 20 Minuten bis zu mehreren Stunden kommen, in denen sich die Hündin etwas erholen kann. Vor allem unerfahrene oder unsichere Hündinnen sollten während des Geburtsvorgangs gut überwacht werden, ohne sie dabei zu stören. Der enge Kontakt zwischen Mutter und Welpen in den ersten Lebensstunden ist von besonderer Bedeutung für den Bindungsaufbau. Nur in Notfällen sollte der Mensch aktiv eingreifen.

Häufige Fragen zum Thema

Was ist der Unterschied zwischen „Pubertät“ und „Adoleszenz“?

Pubertät bezeichnet das Heranreifen bis zum Eintritt der Geschlechtsreife, Adoleszenz die Zeit bis zum vollständig erwachsenen Hund.

Wie wird die Brunstphase der Hündin genannt und wie lange dauert sie?

Der Östrus dauert durchschnittlich neun Tage.

Was versteht man unter dem „Hängen“ beim Deckakt?

Durch das Anschwellen von Penis und Vulva bleiben Rüde und Hündin für einige Minuten fest miteinander verbunden.

Ab welchem Tag der Trächtigkeit lassen sich Herztöne der Föten nachweisen?
Ab Tag 28.

Wodurch kündigt sich eine Hundegeburt an?

Absenken der Gebärmutter, Abfall der Körpertemperatur der Hündin, Unruhe, Scharren.

Wie lange kann die Geburt eines einzelnen Welpen dauern?

Wenige Minuten bis zu einer Stunde.

Quellen:

del Amo, C. / Theby, V.: Handbuch für Hundetrainer, Ulmer-Verlag 2011, 2017
www.anicura.de/fuer-tierbesitzer/hund/wissensbank/laufigkeit-der-huendin/
https://www.edogs.de/magazin/traechtigkeit-hund/
https://www.edogs.de/magazin/pubertaet-hund/

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